Dryhead Ranch, Montana
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Zur Dryhead Ranch gehören die Bassett Farm in Lovell (Wyoming) und die Dryhead Ranch in Montana.

Wer das "echte" Ranch-Leben auf einer Working Cattle & Horse Ranch kennenlernen will, der ist hier an der richtigen Stelle. Ca. zehn bis neunzehn Gäste sind pro Woche auf der Ranch, bei den Cattle Drives sind es maximal vierzehn Gäste.
Anreise ist von Mitte April bis Mitte November immer am Sonntag, mit Abholung von Billings, Montana. Und am darauf folgenden Sonnabend ist man abends wieder in Billings.

Da die Ranch so abgelegen ist kann man nicht mit einem "normalen" Mietwagen hin fahren. Und warum sollte man auch eine Woche Mietwagen zahlen, wenn man doch nur per Pferd unterwegs ist...

ACHTUNG, bitte schaut Euch die Special Angebote an:
- Spring & Fall Horse Drives
- Mini Horse Drives
- Summer Cattle Drives

Man sollte vor dem Besuch der Ranch mindestens einen zusätzlichen Tag in Billings verbringen. Einerseits, um nach einem anstrengenden Transatlantik-Flug nicht sofort in's Ranch-Abenteuer stürzen zu müssen, zum anderen aber auch, um die diversen Westernläden zu besuchen. Weitere Infos zur Stadt, zu günstiger Hotel-Übernachtung gibt es hier auf den auf den Billings- bzw. auf den Hotel-Seiten.

Was "passiert" auf der Ranch?
Je nachdem, zu welcher Zeit man hin fährt, kann man am Horse Drive im April, an den Cattle Drives im Frühjahr von der Farm in Wyoming zur Ranch in Montana teilnehmen, zu den Branding Weeks auf der Dryhead Ranch sein. Im Sommer und Herbst ist man auf Dryhead, auch bei den stationären Ranchwochen ist man täglich mit Rindern unterwegs.

Im Herbst werden die Herden für die Viehtriebe nach Lovell zusammengestellt und Mitte Oktober geht es wieder auf Cattle Drive zurück nach Wyoming..

Die Übernachtungen auf der Dryhead Ranch sind zwar rustikal, aber auch gemütlich. Es gibt auch ein gemütliches Wohnzimmer für dei Gäste, wo man die Abende gemeinsam verbringen kann.

Die Gäste wohnen in Bunkhaus (mit Gemeinschafts-Badezimmern) oder in Cabins mit semi-privatem Bad.


Aber nun zum Wichtigsten:
die Pferde!

Auf der Ranch haben sie ca. 120 Pferde... Zuchtstuten, einige Hengste, Jungpferde und ca. 85 Reitwallache. Quarter Horses und einige Pain Horses. Ob Anfänger oder guter Reiter, für jeden finden sie ein gutes Pferd. Und wer darauf besteht, sein Pferd selber versorgen zu wollen (putzen, satteln,...) der ist auf der Dryhead Ranch genau richtig. Auf manchen Ranches wird einem nämlich aus versicherungs-technischen Gründen das gesattelte Pferd zum Ausritt hingestellt. Und nach dem Ritt gibt man's wieder ab. Mein Fall wäre das nicht! Hier auf der Dryhead Ranch kann man sein Pferd umsorgen, soviel man will.

Aber eine Einschränkung gibt es doch: wie auf fast allen US-Ranches ist es nicht möglich, allein auszureiten. Da macht einem die Versicherung einen Strich durch die Rechnung. Durch die Cattle-Arbeit, das Suchen und Treiben von Rindern, arten die Ritte auf der Dryhead Ranch aber nicht in langweiliges "Nase-an-Schweif-reiten" aus.

Grundsätzlich wird aber in einem ruhigen Tempo geritten, da die Pferde viele Stunden täglich gehen müssen. Aber wenn eine Kuh oder ein Kalb auf Abwegen sind oder beim Viehtrieb die Herden der Nachbarn von der eigenen Herde weg getrieben werden müssen, dann geht es schon mal "richtig zur Sache ". Dazu werden aber nur die guten Reiter eingeteilt, also keine Sorge, wenn man Reitanfänger ist.

Die "Arbeit" auf der Dryhead Ranch besteht hauptsächlich aus REITEN. Wenn eine Herde in den Korral gebracht wurde und Kälber zu brennen sind oder die Tiere zu wiegen und zu verarzten sind, dann kann man gern helfen, MUSS aber nicht. Es ist also Arbeitsurlaub mit der Betonung auf "Urlaub ".


Meine persönliche Meinung:
Ich war 1993 zum ersten Mal auf der Dryhead Ranch. Es war die erste Ranch, die ich besuchte. Es sollte mein einzigster USA Besuch für eine längere Zeit sein, da die Reise nicht grad' billig war (ich hatte drei Monate lang den Westen der USA unsicher gemacht). Als wir nach einer Woche Cattle Drive die Dryhead Ranch verließen, da sagte ich: "Das würde ich zu gern wieder machen!" und als wir in Lovell auf der Farm eine kurze Pause machten, da packte ich für zwei Wochen Cattle Drive die Anzahlung auf den Tisch. Und seitdem war ich immer wieder hier. Das sagt eigentlich alles, oder???


Bei den Reisestories könnt Ihr diverse Ranch-Berichte finden!!!




Wenn Ihr Interesse an einem Urlaub auf der Dryhead Ranch habt,
dann meldet Euch bei mir. Ich beantworte gern weitere Fragen!







Und hier ist ein Info zum Jahresablauf der Dryhead Ranch:


Die Dryhead Ranch ist eine Cattle Ranch im Süden Montanas. Seit vielen Jahren schon empfängt die Bassett Family Gäste auf der Ranch. Während auf anderen Ranches oft mehr als dreißig Gäste pro Woche sind bietet man für nur etwa fünfzehn "City Slicker" die Möglichkeit, das echte Ranchleben kennen zu lernen.

Alles läuft nach dem Zeitplan der Tiere. Oft wird beim Frühstück "Plan A" bekannt gegeben, aber der Tag bringt völlig andere Erlebnisse. Sei es, daß ausgerissene Rinder oder Pferde gesucht und Zäune geflickt werden müssen, daß das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, daß man schneller als erwartet mit einer Arbeit fertig wurde,... die Tage verlaufen immer abwechslungsreich und oft überraschend.

1993 war ich zum ersten Mal auf dieser Ranch zu Gast. Ich fühlte mich gleich wie zu Hause. Schon bei meinem zweiten Besuch war es eher so, als ob man alte Freunde besucht und ich kam mir nicht als "zahlender Gast" vor. Wen wundert es, daß ich seitem immer wieder auf der Dryhead Ranch bin?


Was passiert nun auf einer "echten" Ranch?
Das Jahr beginnt auf der Dryhead Ranch sehr ruhig. Nur die Housekeeper sind auf der Ranch. Meist sind sie eingeschneit, Kontakt ist über Funktelefon möglich. Doch oft genug ist keine Verbindung zu bekommen. Aber zu Pferd können Nachbarn erreicht werden. In Lovell ist man dagegen schon bald ziemlich beschäftigt. Das Kalben beginnt. Während die älteren Kühe auf großen Weiden gehalten werden bleiben die Färsen, die zum ersten Mal kalben, im Stall. Sie werden in Zweistunden-Schichten rund um die Uhr überwacht. Wurde ein Kalb geboren wird es in einen beheizten Raum gebracht und trocken gerieben. Dem Kalb wir eine numerierte Ohrmarke mit gleicher Nummer der Mutterkuh gesetzt. So kann man später leicht die Paare erkennen. Nun kann das Kalb zurück zu seiner Mutter. In einem Notizbuch wird notiert, wie die Geburt verlief. Traten Komplikationen auf wird die Kuh auch im nächsten Jahr speziell überwacht. Es soll nichts dem Zufall überlassen sein.

Mitte April beginnen die Viehtriebe und somit auch die Gästesaison. Mehrere Herden zu je 250 bis 300 Kuh/Kalb-Paaren werden von Mitte April bis Ende Mai auf den Weg zu den Sommerweiden in Montana geschickt. Fü bis zehn Stunden reiten pro Tag erfordern schon ein gewisses Training von den Gästen.

Auf der Dryhead Ranch gibt es etwa 85 Reitpferde: Quarter Horse Wallache, auch einige Paint Horse Wallache. Diese Pferde sind speziell ausgesucht, damit die Gäste und die Ranch-Kinder auf ihren Ritten sicher sind. Unter den Wallachen gibt es gute Anfängerpferde, die auf ihre Reiter aufpassen, aber auch etliche "Feuerrösser" für die geübteren Reiter. Wer allerdings sein Pferd den ganzen Tag nur herumscheucht hat weder bei Gästen noch bei den Ranchern "gute Karten" und bekommt nach einigen höflichen Hinweisen schon mal das faulste Pferd der ganzen Herde. Dann zeigt sich schnell, ob das ein guter Reiter war.

Jennifer, die Tochter von Iris und Joe, ist sehr professionell mit ihrer Videokamera. Sie filmt jede Woche und wer möchte, kann sein ganz spezielles Urlaubsvideo mit nach Hause nehmen.

Die schnellen Viehtriebe aus Western, die wird man auf Cattle Ranches nicht erleben. Welche Kuh und welches Kalb kann schon 75 Meilen rasen? Der Boden ist auch oft viel zu steinig, um just for Fun sein Pferd rennen zu lassen. Meist geht es im Schritt oder Trab der Herde hinterher.
Es gibt aber auch "schnelle Jobs ". Oft versuchen Kälber, die ihre Mütter im Gedränge verloren haben, wieder zurück zu laufen. Da muß man ziemlich flink sein. Und wenn wir die Herde durch fremde Ranches treiben, dann müssen deren Kühe auf Sicherheitsabstand gebracht werden. Mischen sich erst einmal die Herden dauert es sehr lange, bis jede Kuh, jedes Kalb wieder am richtigen Platz ist.

Bei einem der Frühjahrsviehtriebe war eine junge Frau aus Texas. Sie redete kaum, saß abends meist still in einer Ecke herum und las. Und allen tat sie leid, weil sie dachten, daß sie sich schrecklich langweilt. Rogina fuhr nach ihrer Urlaubswoche wieder nach Hause und schrieb folgenden Brief:

"Lieber Joe & Steve, liebe Iris & Jennifer,
nochmals vielen Dank für die wundervolle Zeit, die ich auf Eurer Ranch verlebt habe. Ich habe vielleicht nicht so viel geredet wie die anderen Gäste, aber es hat mir unwahrscheinlich gut auf der Dryhead Ranch gefallen. Ich bewundere es, wie Ihr Euch alle Euren Gästen und Eurer Ranch widmet. Die Landschaft war viel schöner als ich je erwartet hätte. Mir gefiel es sehr, Kühe zusammen zu treiben und zum Brennen zur Ranch zu bringen. Jennifers Video war unbeschreiblich! Meine Freunde fragten mich, was wir auf der Ranch gemacht haben. Es war schwer, alles genau zu erklären, so lasse ich sie das Video anschauen. Einige meiner Freunde sagen, sie würden es auch gern mit Ranchurlaub versuchen. Glaubt mir, Texas ist überhaupt kein Vergleich zu Eurem schönen Montana. Ich hoffe, daß ich irgendwann die Chance habe, wieder für eine Woche "Arbeit und Spaß" auf die Ranch zu kommen. Danke, Joe, daß Du meine Jeans gebrannt hast, als ich nicht damit rechnete. Jetzt habe ich etwas, was mich an Euch erinnert, sobald ich die Jeans aus dem Schrank nehme und anziehe. Ich hoffe, Euch alle bald wieder zu sehen. Take Care und nochmals vielen Dank für die wundervolle Woche. "


Anfang Juni, wenn alle Tiere in Montana angekommen sind, zieht die Ranch-Familie um zur Dryhead Ranch. Nun folgen die Branding Weeks. Gleich nach dem Frühstück reiten zwei der Ranchleute aus, die Pferdeherde eintreiben. Ein sattelfester Gast kann oft nach Absprache mitreiten. Ist die Herde im Korral fangen die Cowboys die Reitpferde ein. Man teilt die Pferde je nach Können zu. Jeder Gast kümmert sich selbst um sein Reittier. Putzen, satteln, auftrensen. Wer das nicht kann, dem wird geholfen. Vormittags wird meist eine kleine Herde eingetrieben. Drei bis fünf Stunden dauern diese Ritte. Danach dürfen die Pferde auf eine kleine Weide beim Ranchhaus. Nachmittags werden die Kälber geimpft, gebrannt, bekommen die Ohrmarken gecheckt, Bullenkälber werden kastriert. Es ist nicht leicht, die Kälber bei den Hinterbeinen zu fangen. Auch die Kinder aus der Ranch-Family sind schon echte Professionals beim ropen. Wir Gäste können selbst entscheiden, ob und was wir helfen wollen. Kälber festhalten, die Brandeisen erhitzen und zureichen, Spritzen aufziehen, die Gummibänder zum Kastrieren vorbereiten,... es gibt immer viel zu tun. Aber man kann sich auch mal einfach in der Sonne ausstrecken und den anderen beim Arbeiten zuschauen oder fotografieren. Die Tage enden meist mit einem kleinen Abendritt. Die fertig gebrannten Kälber werden mit ihren Müttern auf eine Weide getrieben. Meist warten wir noch eine Weile, bis Ruhe in die Herde eingekehrt ist, bis alle Kälber ihre Mütter gefunden haben. dann geht es wieder heim zur Ranch. Absatteln, Pferde auf die Weide schicken, Abendessen, ein arbeitsreicher Tag geht zu Ende.

Es gibt auf der Dryhead Ranch kein organisiertes Abendprogramm. Wer möchte kann auf der Veranda beim Klöntreff sitzen, wo Witze und Stories erzählt werden. Im Küchenhaus laufen oft wilde Pokerturniere, wo als Einsatz allerlei Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben mißbraucht werden. Ab und zu schauen wir Videos im Gästewohnzimmer an, aber wirklich nicht sehr oft, denn Fernsehen kann man auch zu Hause. Sehr beliebt ist allerdings "Montana Moss ", eine Serie über Dryhead, die im amerikanischen Fernsehen lief.

Bei meiner ersten Branding Week im Juni '96 traf ich Cathy Hamblin und ihren Sohn Donald, von denen ich Euch erzählen möchte. Sie gehören nicht zu den "typischen" Dryhead Ranch Gästen, den völlig pferdeverrückten City Slickers.

Am letzten Abend, nachdem Jennifer ihr Video gezeigt hatte, las uns Cathy eine Arbeit über Donalds Zukunftspläne vor, die er für die Schule geschrieben hatte, lange bevor er zur Dryhead Ranch kam:

"Irgendwo zwischen hier (Wisconsin) und Montana, möchte ich entweder eine Cattle Ranch haben oder verschiedene Sachen machen, wie Rinder züchten, ein paar Jungkühe für Diary Shows halten, als Mechaniker für alte Traktoren arbeiten, alte Traktoren restaurieren, Rinderherden grasen lassen, Zäune reparieren, ein Pferd reiten um alle täglich anfallenden Arbeiten auf der Ranch zu erledigen, Herden von Weide zu Weide treiben. Grad' soviel Geld erwirtschaften, um weitermachen zu können, meinen Landbesitz zu vergrößern und die Steuern zu zahlen.
Ich möchte auch jede Woche Gäste auf meiner Ranch willkommen heißen. Aber nicht um annähernd so viel Geld zu machen um als reich zu gelten. Sondern um reich an Land zu sein, um Pferde frei über die Prärie rennen zu sehen.
Ich möchte einen Fluß auf der Ranch haben, der durch die Mitte meines Landes fließt, der es möglich macht, daß Rinder in seiner Nähe grasen können ohne daß Leute an meine Tür klopfen und sich über Wasserverschmutzung beschweren.
Ich möchte zum College gehen, um das Wissen zu erlangen, viele dieser Dinge tun zu können, vielleicht eine technische Ausbildung machen und praktischer Unterricht nehmen.
Für diese Ranch möchte ich erreichen, daß das Land immer offen bleibt. Mit keinerlei Firmen oder Fabriken, die das Land übernehmen würden. Das Land soll nicht zerstückelt werden, aber gerecht geteilt sein zwischen den wild lebenden und den Ranchtieren."

Es war fast eine Beschreibung der Dryhead Ranch und der Art, wie die Ranch geführt wird. Das hätten wir nicht von einem Fünfzehnjährigen erwartet. Wie kam er auf die Ranch?

Donald lebt mit seiner Mutter Cathy auf einer Diary-Farm (Milchwirtschaft). Er wollte schon immer mal auf Ranchurlaub und suchte gezielt seit 2 Jahren, zuerst in Wisconsin. Sein Cousin meinte, der beste Platz für Ranchurlaub ist in Montana. So fragte Donald bei verschiedenen Touristikbüros an und erhielt zwei Broschüren mit vielen Ranchadressen. Die Wahl fiel auf die Dryhead Ranch, weil sie nicht zu "rough" ist, aber auch wenig "Luxus" bietet (kein Swimming Pool, kein Tennisplatz, ...) Cathy wollte den Urlaub gemeinsam mit Donald verbringen. Donald plante erst, auf Cattle Drive zu gehen. Aber Cathy plädierte für stationären Ranchurlaub, da sie vorher noch nie geritten ist. Donald reitet zu Hause in Wisconsin auf kleiner Ranch, etwa drei Meilen von Farm entfernt. Cathy sagte, sie ist nicht "pferdeverrückt" wie die meisten anderen Gäste, aber es hat ihr auf der Dryhead Ranch super gefallen. Sie ist alle sieben Tage geritten und stolz darauf. Ihre Freunde würden das überhaupt nicht glauben... Ja, man trifft interessante Leute auf Ranchurlaub...

Nach den Branding Weeks auf der damals zu Dryhead gehörenden Schively Ranch werden Weiden nach Streunern von anderen Ranches und nach ungebrannten Kälbern abgesucht. Jetzt wird gleich draußen in den Bergen, meist in einer Zaunecke, gebrannt. Dann reiten/fahren die Gäste und Ranchleute zur benachbarten Dryhead Ranch. Auch dort werden alle Kälber gebrannt und geimpft.

Inzwischen ist es Juli geworden. Die schwerste Arbeit ist getan. Nun heißt es Zäune checken, verletzte Kühe und Kälber suchen und verarzten, Herden auf bessere Weiden umtreiben.
Meist wurde die Woche auf der Schively Ranch begonnen. Dienstags geht es auf den 12-Meilen-Ritt zur Dryhead Ranch. Andere Ranch, gleiche Arbeit. (Anmerkung: Seit 2003 wird nur noch auf der Dryhead Ranch geritten). Es besteht auch die Möglichkeit, auf einen Ausflug zum Bighorn Canyon zu gehen. Incl. Bootsfahrt und baden. Auch in den Bergen von Montana kann es im Sommer ziemlich heiß werden. Tip: man sollte mit langärmligen Hemd reiten, um Sonnenbrand zu vermeiden.

Was es sonst noch zur Kleiderordnung zu sagen gibt? Fast alles, was bequem beim Reiten ist, ist erlaubt. Zu empfehlen ist ein Cowboyhut, der vor Sonne und Regen besser als jedes Basecap schützt. Ein Halstuch schützt vor Sonne und Staub. Chaps sind nicht unbedingt nötig, geben aber besseren Halt im Sattel und schützen Hose und Beine vor Gestrüpp. Ein Regenmantel sollte unbedingt dabei sein. Kein Poncho, die sind auf der Dryhead Ranch - wie auch auf vielen anderen Ranches - verboten. Cowboystiefel sind perfekt, andere Reitschuhe oder -stiefel tun es auch. Man sollte aber daran denken, daß man auch mal mit den Schuhen eine längere Strecke laufen muß. Turnschuhe werden beim Reiten nicht so gern gesehen. Die Jeans sollte nicht ladenneu sondern "gut eingeritten" sein. In die "Notapotheke" gehört auf alle Fälle ein Mittel gegen "Satteldruck beim Reiter ", Penatencreme, Melkfett,... Satteltaschen sind meist zu groß für das wenige Gepäck, das man mit auf den Ritt nimmt. Zu empfehlen sind Pommeltaschen, die über das Horn gehängt werden und genug Raum bieten für Proviant, Kamera und Filme, Sonnencreme... Wenn man dann auch noch eine Trinkflasche dabei hat kann auf dem Ritt eigentlich kaum was schief gehen.

Spezielle Höhepunkte im Sommer sind die Besuche der Rodeos in Billings am 4. Juli und in der Woche um den 10. August.

Ende August werden alle Bullen zusammengetrieben. Sie bleiben über Winter gut geschützt im Pryor Mountains Canyon.

Im September werden alle Herden nacheinander eingetrieben. Die Kälber erhalten eine Impfung zur Vorbereitung der Entwöhnung. Danach wird mit dem Entwöhnen begonnen. Die Herden werden wieder eingetrieben, Kühe und Kälber werden getrennt. Die Kühe bleiben auf der Ranch, die Kälber werden mit Pferdetransportern zur Nachbarranch gebracht. Dort können sie in große Trucks verladen werden und ihre Reise geht nach Lovell, zu den Feedlots. Während für einen Teil der weiblichen Kälber der Weg als Ersatz für alte Kühe in der Dryhead Ranch Herde offen steht, enden die Bullenkälber in den Kochtöpfen der Amerikaner. Nicht jeder hat solch' Glück wie Norman!

Eigentlich müßten die Ranch-Kinder nun wieder nach Lovell, denn die Schule beginnt. Aber da alle Erwachsenen noch auf den Ranches arbeiten beginnt für sie die Schule erst einige Wochen später. Homeschool ist angesagt.

Auf den Ranches in Montana sind nun Trächtigkeitstests auszuführen. Danach werden die Kühe in entsprechende Herden eingeteilt: Jungkühe, alte Kühe, Färsen, trockene Kühe (ohne Kälbchen). Das ist schon die unmittelbare Vorbereitung für die Viehtriebe im Oktober/November. Da nun keine Kälber mit "on the road" sind verlaufen die Herbstviehtriebe oft etwas schneller. Besonders bei den Jungkühen muß eher gebremst als getrieben werden.

Auf allen Ausritten dabei: die Hunde Cowboy, als ich die Ranch die ersten Male besuchte: Cowboy, Tuff und Blue. Und dann gab es noch Red... Joe hatte einen jungen Hund... Red war ein "Boot-Maniac ", kein Stiefel war vor ihm sicher. Er liebte es, Kühe zu scheuchen. Aber meist zum falschen Zeitpunkt und in die falsche Richtung. Sein Lieblingsjob war, den Gästen die Hände zu waschen, nachdem es Schokoladenkuchen gab. Joe war froh, als er eine Familie fand, die Red haben wollte. Red's Nachfolger wurde Blue... Blue ist ein "Boot-Maniac ". Er liebt es, Kühe zu scheuchen,... (ohne weiteren Kommentar!) ... :-)




Die Saison endet mit der letzten Novemberwoche. Inwischen dürfte es schon wieder ziemlich kalt geworden sein, die letzten Gäste sind abgereist.

Im Dezember geht es ruhig zu, Dryhead Ranch ist wieder eingeschneit, die Vorbereitungen für Weihnachten laufen. Und auch für die nächste Saison, die schon einen Monat später beginnt...

Ein ewiger Kreislauf...

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