Holly auf der Williams Family Ranch, Arizona

~ ~ ~ Herbst Round up ~ ~ ~


Tag 1: Mittwoch, Phoenix – Wickenburg – Williams Family Ranch

Heute geht es auf die Ranch. Und damit endet meine vierwöchige Rundreise durch den Westen der USA. Schnell den Leihwagen abgeben und den Shuttleservice anrufen das ich am Treffpunkt bin. Hat alles super geklappt. Dann stand ich in Wickenburg an meinem nächsten Treffpunkt. Nur war ich eine Stunde zu früh dran. Was nun?!

Also rein in das Double D und den Blick kreisen lassen. So viele schöne Sachen. WOW! Nach einer Stunde war ich dann wieder draußen. Bestückt mit ein paar Cowboystiefel und einem Hut.
Und nun war ich gespannt wie ein Flitzebogen. Wer würde mich abholen?!

Ein großer blauer Truck fuhr vor und eine ältere Dame stieg aus. Grinste mich an und sagte: "Du musst Elki sein. Mein Name ist Carrol aber du kannst mich Grandma nennen".
Ich habe ihre Art sofort gemocht.

Wir haben dann noch schnell ein paar Sachen eingekauft und sind dann zur Ranch gefahren. Für 16 Meilen fast 90 Minuten. Mitten im Nichts! Eine Straße gab es kaum. Zumindest würde ich so etwas nicht Straße nennen. Ich habe die Fahrt echt genossen!!! Rock’n Roll im Auto!!! Und dann kam die Ranch in Sicht. Klasse!

Endlich angekommen! Aussteigen war so ein Problem, denn ich wurde von fünf Hunden umzingelt und freundlich begrüßt. Die Namen konnte ich mir so schnell nicht merken. Auf einem Traktor saß Roy. Er grinste mich an und stieg von seinem Traktor. "Hallo, ich bin Roy. Du kannst mich Grandpa nennen".

Koffer schnell ausladen und aufs Zimmer damit. Viel Zeit, das Zimmer anzuschauen, hatte ich nicht, denn ich sollte mit auf den Traktor und dann ging’s zu den Pferden.

Die Pferde standen außerhalb vom Korral und warteten darauf, dass das Tor aufging. Heu in die Tröge und wieder zurück zum Haus. Anschließend habe ich mich mit Carrol und Roy noch unterhalten.

Schon komisch der einzige Gast zu sein. Aber damit hatte ich keine Probleme. Dann gab es Abendessen. Und das war LECKER!!! Genau wie ich es mag.

Viel haben heute nicht mehr gemacht, denn um 19 Uhr wird es dunkel. Also ab ins Bett und auf den nächsten Tag freuen. Und ich war einfach nur müde!!!


Tag 2: Donnerstag, Williams Family Ranch

Was für eine Nacht! An Schlaf war nicht zu denken. Irgendwo piepst, krabbelt, fliegt oder summt etwas!!! War das gruselig!!! Ich war froh, dass endlich 7 Uhr war. Also bin ich zum Haupthaus gegangen. Nur zu dumm, dass ich vergessen habe die Uhr wieder umzustellen. Andere Zeitzone. Ich war eine Stunde zu früh! Grummel…
Aber alles ok, Carrol und Roy waren auch schon auf.

Das Frühstück war klasse. Ich würde gefragt, was ich gerne essen möchte. Aber es war alles da. Außerdem war ich viel zu aufgeregt, was heute auf mich zu kommt.

Und dann ging es zu den Pferden. Nur wann hat Grandpa die Pferde schon gefüttert? Habe nichts mitbekommen.

Ich habe Do Good bekommen. Eine liebe Fuchstute. Putzen und Satteln. Aber Satteln?!
OH MAN, wie viele Strippen hat denn so ein Westernsattel?!?! Roy musste grinsen und hat mir dann geholfen.

Los ging’s zum Orientierungs-Ritt. Berg auf Berg ab! Ich hatte echt Respekt vor dem Gelände! Nur gut, dass Do Good weiß wo sie hintreten muss. Roy hat mir etwas über das Land erzählt und mir den Weg gezeigt.

Eigentlich wollten wir es heute ruhiger angehen lassen, aber dann standen auf einmal sechs Rinder vor uns. Er meinte nur, die müssen wir jetzt durch ein Tor treiben. OK…?! Nur wie macht man das? Im TV sieht das so einfach aus. Aber wenn man davor Steht?! Grandpa hat mir gesagt, was ich machen soll und los ging es. Hat prima geklappt. Dank unserer Begleiter: die Hunde Babe, Bell, Jack, Aida und Peanut haben uns geholfen!

So war der heutige Ausritt dann doch etwas länger als geplant. Da es im Moment sehr heiß ist (110°F) haben wir dann ab Mittag eine Siesta gehalten. Ich bin total platt ins Bett gefallen. Um 17 Uhr wollten wir noch einmal los, aber es war zu heiß! Und ich war richtig froh! Also habe ich mir einen gemütlichen Nachmittag mit Grandma gemacht.

Abends haben wir dann noch besprochen, was morgen anliegt. OH OH… das wird ein langer Tag!!!
Und dann kam der Hammer! Auf den Weg zum Bunkhouse ist mir eine Tarantel über den Weg gelaufen…. Ich habe keine Angst vor Spinnen, aber die war dann doch etwas zu groß und haarig!


Tag 3: Freitag

Ein trauriger Tagbeginn!
In der Nacht ist der Hengst der Ranch gestorben. Roy hat ihn in der Nähe der Ranch begraben. Aber beide sagten, das ist halt so auf einer Ranch und es geht weiter…

Also haben wir uns etwas später wieder auf den Weg gemacht. Und was ein Weg! Roy hat mich auf einen der höchsten Berge geführt. Carrol Mountain. Unvorstellbar, dass ein Pferd einen so steilen Hang hinaufklettern kann. (halb Pferd halb Bergziege?!)

Oben angekommen hatte ich eine herrliche Aussicht!!! WOW!!!
Grandpa hat oben auf dem Berg mir seinem Handy ein Telefonat geführt. Da musste ich doch etwas schmunzeln.

Nun mussten wir auch wieder herunter. Irre! Habe wirklich etwas Angst gehabt, aber Bella Luna hat mich sicher wieder herunter gebracht. Unten angekommen habe ich dann Grandpa gebeichtet, dass ich doch etwas Angst hatte an den steilen Trails. Er musste lachen und meinte nur "Vertraue dem Pferd, es weiß wo es hintreten muss und wo es lang geht. Wenn es da nicht lang will, dann zwinge es auch nicht! Dann passiert auch nichts!" OK….

Am Nachmittag kam dann ein Freund der Familie. Scott. Er und Grandpa haben einen Trailer repariert und ich habe mir einen kleinen Rundgang über die Ranch gegönnt. Diese Ranch ist klasse und auch gleichzeitig irre! Ich habe mich in dieses Fleckchen Land verliebt!

Am späten Nachmittag hat Grandpa mich dann gefragt, ob ich mir Leder-Chaps selber machen wollte. Denn ohne diese Dinger kann man gar nicht durch die Wildnis reiten. Sage nur: Kakteen… Na logisch! Meine eigenen Chaps!!! Nur in der Lederwerkstadt war es dann doch zu heiß und wir haben das Projekt auf morgen Abend verlegt. Freue mich schon darauf.

Abends sind dann noch mehr von der Familie aufgetaucht. Und wir haben den Abend nach dem Essen am Lagerfeuer verbracht. Und da kam dann heraus, dass Sonntag ein harter Tag wird. Oooops…


Tag 4: Samstag

Um 7 Uhr gab es Frühstück. Dabei wurde der Tagesplan besprochen. Ich bin zwar nur Gast hier, aber dennoch wurde ich voll mit einbezogen. Klasse!

Die Familienmitglieder haben die Pferde für morgen neu beschlagen und ich bin mit Scott zu seiner Mine geritten. Scott wohnt mitten in der Wildnis mir seinen Hunden und einem Pferd. Manchmal hilft er bei der Familie Williams aus. Jedenfalls liegt die Mine mitten im Nichts. Strom bekommt er durch einen Generator und Wasser direkt aus dem Fluss. Und das Wasser schmeckt sogar richtig gut!!

Dann hat er mir seine Mine gezeigt und ich war echt erstaunt. Zwar ist alles alt, aber es funktioniert! Jedenfalls durfte ich ein wenig Sand mitnehmen und habe Gold gewaschen. Und man staune!!! Habe sogar etwas gefunden.

Mit meinem Fund sind wir dann weitergeritten und er hat mir noch ein paar schöne Aussichtspunkte gezeigt. Eigentlich sollte das ein ruhiger Tag werden, nur waren wir fast sechs Stunden unterwegs.

Schnell etwas gegessen und dann habe ich Grandpa geholfen, meine Chaps fertig zu machen. Aber um 16 Uhr war es wieder so heiß, dass wir es auf Montag verschoben haben.

Abends wurde dann der morgige Tag besprochen. Um 5 Uhr ist die Nacht zu Ende!!!

Das Abendessen mit der großen Familie habe ich genossen. Noch etwas zusammen reden und dann sind alle früh ins Bett. Nur ich konnte nicht schlafen. Ich war voll aufgeregt. Also habe ich mich unter die Veranda gesetzt und dem Gewitter zugeschaut, was immer näher kam. Und das hat echt gut gekracht! Und bei dem Regen hatte ich echt Angst, dass es mich mit samt dem Haus den Abhang hinunter spült.


Tag 5: Sonntag

5 Uhr! Heute wird ein harter Tag! Die Familie ist schon unten am Korral und füttert die Pferde. Und dann das Frühstück!!! Steak, Eier, Biskuit, Bacon und Würstchen und und und…! Nicht schlecht. Carrol sagte nur zu mir: "Das wird dich durch den Tag bringen!".

Um 6 Uhr saßen wir auf den Pferden und los ging’s. Erst einmal ging es zum anderen Ende der Ranch. Gut drei Reitstunden Berg auf und Berg ab. Die Pferde hier sind keine Pferde sondern wirklich Bergziegen im Pferdeformat, ich bin fest davon überzeugt!!!

Und nun hieß es Augen auf halten. Aber finde mal die Rinder hier in den Bergen. Unsere ständigen Begleiter, die Hunde, haben uns aber gezeigt, wo sich die Rinder versteckt haben. Unser Ziel war es Cattle mit jungen, ungebrannten Kälbern zu finden.

Gegen Mittag hatten wir dann Kühe mit Kälbern gefunden. Nun mussten diese aber zu einem zehn Meilen entfernten Korral gebracht werden. Und die Tiere sind echt schlau! Sobald sich die Gelegenheit ergibt, brechen sie aus und verschwinden im Dickicht. Nach zwei Stunden hatten wir sie da, wo wir sie haben wollten.

Ich und Healey mussten den Korral verlassen. Und ich weiß jetzt auch warum! Die Rinder rennen einen um, wenn es um ihre Kälber geht. Ein Kalb nach dem anderen wurde eingefangen und gebrannt. Und dann der Hammer: Aus den Ohren wurde jeweils links und rechts das Zeichen der Ranch eingeschnitten. Arme Viecher! Aber so kann man sie schon von weitem erkennen.

Gegen 15 Uhr haben wir uns auf den Heimweg gemacht und um 17 Uhr waren wir dann alle gesund und munter wieder zu Hause. Naja, bis auf jede Menge Kratzer, Kaktusstacheln und tierischen Sonnenbrand im Gesicht! Dort hat uns Grandma mit einem superleckeren Essen erwartet!!! HUNGER!!!

11 Stunden im Sattel. Was für ein Tag…!!!


Tag 6: Montag

Heute ist Entspannungstag!! Grandpa und ich haben meine Chaps fertig gemacht. Morgen kommen sie dann zum Einsatz. Viel haben wir wirklich nicht gemacht. Und nach dem gestrigen Tag tat das auch richtig gut. Gegen Abend kam dann noch ein heftiges Gewitter! Ich dachte ich werde mit samt dem Bunkhouse den Hang herunter gespült.

Ich glaube, Grandpa war echt froh, dass er es heute ruhig angehen lassen konnte. OK, auch ich war RICHTIG froh, denn mir taten alle Knochen weh…!!!

Grandma hat im Garten ein paar Dornenbüsche herausgezogen, um die dann zu entsorgen… Autsch! Also kam Grandpas Lieblingsspielzeug zum Einsatz. Sein Traktor!

Ich kann immer noch nicht glauben, dass Grandpa bald 80 wird! Dieser Mann ist einfach unglaublich!!!! Nach dem Abendessen habe ich mich noch lange mit Grandma unterhalten. Sie hat mir von dem Land und der Familie erzählt. Total klasse. Man fühl ich mich hier wohl!!!


Tag 7: Dienstag

Die ganze Nacht jagte ein Gewitter das nächste. Der Regen war heftig! Und es hat sich richtig abgekühlt. Von ca. 39°C auf gut 20°C! HERRLICH!!!

Frühstück!!! Grandma hat sich wieder richtig Mühe gegeben! LECKER!!! Und als Grandpa um die Ecke kam, musste ich grinsen. Er hatte eine Pudelmütze auf. Ok, auch ich hatte eine Jacke an. Es war saukalt!

Beim Frühstück frage mich Grandpa, ob es schlimm wäre, wenn wir heute nicht reiten würden, da er bei Regen wie ein Reiskorn aufgehen würde. Ich musste echt lachen. Klasse!

Aber Arbeit hatten wir dennoch genügend. Max, ein Vierjähriger sollte heute zum ersten Mal als Packpferd eingesetzt werden. Mit ganz viel Ruhe hat er Max den Packsattel aufgelegt und ist mit ihm zum Roundpen gegangen. Eigentlich habe ich darauf gewartet, dass Max wie ein Irrer los bockt. Nichts!!!! Etwas verklemmt, aber dennoch ganz ruhig hat er seine Runden gedreht.

Dann sagte Grandpa, dass wir doch noch eine kleine Runde drehen, um Salzsteine für die Rinder auszulegen und Max sollte sofort mit. Nach gut einer Stunde waren wir wieder zu Hause. Ist alles glatt gegangen. Und Max hat eine extra Portion Heu und Hafer bekommen.

Nachmittags haben wir dann noch etwas das Sattelzeug geputzt. Bis mich dann Scott rief, dass ich mal schnell kommen sollte. Ich dachte es sei etwas passiert. Und das war es dann auch: Scott hat eine Klapperschlange in der Werkstatt erwischt und ihr das Genick gebrochen. Man war die groß! Konnte es kaum glauben. Und die bewegte sich immer noch!!!

Er sagte, wenn dich eine Klapperschlange beißt, dann hast du verloren. Auch wenn diese hier tot ist, so kann sie immer noch zubeißen. Und das hat er eindrucksvoll demonstriert! Der Kopf reagierte immer noch auf seinen Schuh und hat angegriffen! Irre! Und damit werde ich einen gaaaanz großen Bogen um die Klapperschlangen machen!

Als er den Kopf dann entfernt hat, hat er sie mir in die Hand gegeben. Und die hat sich immer noch bewegt! Aber die Haut hat sich klasse angefühlt!

Man war das spannend. Beim Abendessen hat Grandpa noch so einige Geschichten über Schlangen, und was er noch so erlebt hat, erzählt. Mir lief es kalt den Rücken herunter.
Was wir morgen machen hängt vom Wetter ab…. Mal schauen!


Tag 8, Mittwoch

Auch heute Nacht hat es auch gut geregnet. Als ich angekommen bin, war das Flussbett in der Nähe der Ranch trocken. Aber durch den Regen der letzten Nächte steigt der Wasserspiegel wieder an. Und nun plätschert der Fluss vor sich hin.

Grandpa sagte nur, dass er so bis 10 Uhr warten will, da eine Tornadowarnung herausgegeben wurde. Und wenn es dazu kommen sollte, wolle er nicht durch den Fluss reiten, da es zu einer Springflut kommen kann.

Nun, was macht man mit dem Vormittag?! Scott fragte mich, ob ich einmal schießen will. Na Logisch! Dazu sind wir dann mit den Quads auf die andere Seite von der Ranch gefahren. Man war das spannend. Kurze Sicherheitseinweisung und dann durfte ich schießen. Erst mit einem Gewehr, dann dem Revolver. Man war das laut!!! Das Sausen in meinen Ohren hat mich bis zum Abend begleitet. Aber hat Spaß gemacht. Aber ich war froh, als ich die Waffen Scott übergeben habe.

Das Wetter besserte sich zusehends. Und so sind wir dann später doch noch aufgebrochen, um die Salzsteine zu verteilen. Der Hinweg war echt angenehm. Immer dem Fluss entlang. Aber der Heimweg!!! Wir sind über die Berge zurück geklettert. Und das meine ich auch so!!! "Geklettert" Wahnsinn!

Nach fünf Stunden waren wir dann wieder zu Hause. Das Abendessen wartete auch schon. Ich bewundere Grandma! Was sie immer auf den Tisch zaubert, das schmeckt einfach klasse. Mjammmm…


Tag 9, Donnerstag

Und wieder ein leckeres Frühstück von Grandma! WOW! Was werde ich das vermissen!
Beim Frühstück hat mir Grandpa erzählt, dass er ins "Loch" (spanisch: la hojla, falls das richtig geschrieben ist) reiten will, um zu sehen, ob da noch Rinder von ihm sind. Und das es ein langer Ritt werden würde!

Also schnell die Satteltaschen fertig machen und auf ging es. Und was ein Ritt! Berg auf, Berg ab. Die Hunde waren natürlich auch mit. Ich bin von dieser Landschaft echt begeistert. Wunderschön! So etwas muss man sehen, das kann kein Foto oder Video wieder geben!

Die Hunde haben einige Rinder aufgespürt, nur waren es die von der Nachbarranch. Schade. Aber der Ritt war klasse. Gegen 14 Uhr waren wir wieder zu Hause. Und ich war platt.

Also ein kleines Nickerchen und der Tag war um. Doby, der Sohn von Grandpa, ist am Abend gekommen, nach dem Grandpa ihn angerufen hat. Auch Scott war zurück von seiner Mine.
Schnell die Pferde gefüttert, Abendessen und dann wir alle zusammen einen Film angeschaut.
Warum rennen hier die Tage so?!?! Schrecklich!!!


Tag 10, Freitag

Heute ist mein letzter langer Tag auf der Ranch! Ich kann es nicht fassen. Meine Zeit ist fast um!!! Freitag…

Grandma hat heute ein Frühstück gezaubert. Wahnsinn! Steak zum Frühstück. Grandpa fragte mich, ob es ok sei, wenn es heute "nur" ein kurzer Ritt würde, da er für morgen ausgeruhte Pferde braucht. Na logisch! Kein Problem, da ich mittlerweile herausbekommen habe, dass hier ein kurzer Ausritt so fünf Stunden dauert.

Doby und ich haben den Auftrag bekommen, nach Rindern Ausschau zu halten. Diese sollen dann Sonntag zur anderen Ranch-Seite getrieben werden. Zu blöd, dass ich morgen nach Hause fliege! Ich will nicht!!!!!

Bei dem Ausritt hat mir Doby noch so einiges über die Geschichte von Arizona erzählt. Total interessant! Aber wenn ich das jetzt hier alles aufschreiben soll, dann wird der Tagesbericht extrem lang!

Kurz: Arizona ist reich und hat die drei "C’s"! Couper, Cotton and Cattle!

Gegen Mittag waren wir dann wieder auf der Ranch. Und es sind noch weitere Freunde der Familie eingetroffen. Morgen kommen noch mehr, denn dann soll die Asche eines verstorbenen Freundes in den Bergen verstreut werden. Die letzte Ehre.

Nachmittags bin ich dann mit Grandma nach Wickenburg gefahren. Etwas Fleisch vom Metzger holen und Hafer für die Pferde. Die Fahrt war klasse. Kein Wunder, dass hier in der Gegend alle so einen riesen Geländewagen fahren! Das geht hier wirklich über Stock und Stein!!! Rock’n Roll mit dem Auto!!!

Gegen 18 Uhr waren wir dann zurück auf der Ranch... Drei Stunden Autofahrt für eine Stunde Einkaufen. IRRE!!!


Das gemeinsame Abendessen habe ich echt genossen. Vier Generationen saßen an einem Tisch! Und dazu die Freunde!
Ich muss sagen: Grandma und Grandpa sind die reichsten Menschen der Welt!!!

Trotz des traurigen Anlasses morgen, haben wir einen schönen Abend am Lagerfeuer verbracht.
Spät in der Nacht habe ich mit Tränen meine Koffer gepackt... ICH WILL HIER BLEIBEN…!!!!!


Tag 11, Samstag, Williams Family Ranch – Wickenburg – Phoenix – London – Düsseldorf - Beckum

Samstag! Mein letzter Tag in den USA! Ich will nicht heim!

Noch vor dem Frühstück wurden die Pferde gefüttert. Denn um 9 Uhr wollten alle auf den Pferden sitzen, um auf den Berg zu reiten, um Pete die letzte Ehre zu erweisen.

Ich habe den Jungs geholfen die Pferde zu putzen und zu satteln. Es war ruhig! Es wurde nicht viel geredet. Logisch! Ich habe mich dann zurück gezogen und nur noch zugeschaut, denn das war dann doch zu viel für mich! En trauriger Morgen!

Eigentlich sollte ich mit reiten, aber als Grandpa mich fragte, ob es schlimm wäre, wenn ich nicht mit reiten würde, war ich war echt froh, dass ich nicht mit musste.



Als dann alle weg waren, habe ich mit Scott noch einen kleinen Ausritt am Fluss entlang gemacht. Natürlich war ich extrem ruhig. Scott versuchte mich etwas aufzumuntern, aber an so einem Tag…

Etwas hat dann doch geklappt...
Scott sagte, wenn man aus dem Fluss trinkt, dann kommt man hier her zurück!
So schnell war ich noch nie aus dem Sattel!

Um 12 Uhr waren wir zurück. Die Anderen waren noch nicht da. Ich habe mich dann zurück gezogen, die letzten Sachen gepackt und mich auf die Heimreise vorbereitet.
Peanut war die ganze Zeit bei mir. Ich glaube sie wusste, dass ich heute fahren werde.

Um 13 Uhr habe ich mich dann doch wieder heraus getraut. Die anderen waren inzwischen auch wieder zurück. Und diejenigen, die nicht mit geritten sind, haben ein Essen vorbereitet. Und was für eins!

"So feiert man hier den Abschied eines guten Freundes", sagte mir Grandma. So saßen wir noch etwas zusammen, haben für Pete gebetet und dann gegessen.

Eigentlich wollten wir um 13.30 Uhr losfahren, denn mein Shuttle holte mich um 15 Uhr in Wickenburg ab. Naja, um 14 Uhr ging es dann los.

Der Abschied war zu viel für mich! Grandpa hat mir eine kleine Bibel "The Way for Cowboys" geschenkt! Und dann war es vorbei! Grandpa, Grandma und ich waren am weinen!
Schnell eine letzte Umarmung und ab in den Wagen.

Scott hat mich dann nach Wickenburg gefahren. Da wir "ETWAS" spät waren, musste er Gas geben! Und wie! Er hatte eine CD eingelegt und ab ging’s.
Jedenfalls waren wir pünktlich am Treffpunkt. Eine schnelle Umarmung und das Versprechen, dass ich wieder kommen werde….


Fazit:

Ich habe Menschen kennengelernt, die ich ganz besonders in mein Herz geschlossen habe!
Ich habe ein Stück Land gefunden, dass wunderschön ist!
Ich habe diese 11 Tage genossen!

UND ICH WERDE WIEDER KOMMEN! VERSPROCHEN!!!

Holly

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