Monika auf Juriesfontein (Südafrika)

Juriesfontein!

Wir waren eigentlich nur auf Pferdesuche und dann landete ich in Südafrika... hier möchte ich von den zwei Urlauben auf Juriesfontein berichten:

(2001 und 2002)


Meine Südafrika-Geschichte begann, als Nicole mir im Sommer 2001 ihren Wallach César verkaufte. Sie wollte nach Südafrika auswandern und hatte ihn im Internet inseriert.

Ich suchte für meinen Mann Stefan ein verlässliches Pferd, das auch für einen Reitanfänger geeignet war.
Nach mehreren Telefonaten und e-Mails trafen wir uns und kauften César im August 2001.

Nicole schwärmte von Südafrika und der Farm. Es war immer einer ihrer Träume, auf der Farm Gäste aufzunehmen und ihnen einen unvergesslichen Urlaub zu bieten. Sie hielt nämlich nicht viel von der üblichen Massen-Abfertigung und wollte etwas kleines, individuelles aufbauen. Eine Ferien-Farm, auf der maximal zwei Familien gleichzeitig aufgenommen werden, Kindergeschrei herzlich willkommen ist und jeder Gast eine bleibende Erinnerung mit nach Hause nimmt.

Noch Ende desselben Jahres verbrachte ich meinen ersten Urlaub dort. Drei Wochen Südafrika, welch ein Traum. Genau das Richtige nach vielen urlaubsfreien Jahren.

Nicole hatte die Farm einfach renoviert und gemütlich gemacht. Als ich dort Urlaub machte war niemand anderes eingebucht und ich hatte freie Zimmerwahl. Ich entschied mich für das Zimmer mit En-Suite-Bad ohne Aufpreis.

Nicoles Mann Ebie und dessen Bruder Nelius nahmen mich herzlich mit in die Familie auf. Es wurde zusammen gegessen, geplant und wir hatten eine Menge Spaß. Ein Highlight war es, auf den Buschmanns Berg, den größten Berg der Umgebung, zu steigen und dort zu übernachten. Es war schon ordentlich warm im November und der Sternenhimmel ist fantastisch. Man muss ihn sich selbst anschauen und kann es kaum in Worte fassen.

Filet
Reiten stand bei mir täglich auf dem Programm. Ohne die Pferde hätte mir was gefehlt, da ich meine eigenen Pferde auch jeden Tag bewege. Die Tiere sind gepflegt, ganzjährig auf der Koppel und kerngesund. Weder Husten noch Mauke kennt man dort.

Aber auch Speck das Schwein war zum totlachen. Er war damals noch ein Kleiner und man konnte ihn herumtragen, heute bei seinen 90kg undenkbar und das andere Schwein, Filet, war noch nicht einmal da.

Der Esel Milo sowie die Labrador-Hündinnen Smilla und Mishi machen den Zoo komplett.

 
Die Kudus weiden gemeinsam mit den Rindern.


Die wohl außergewöhnlichsten Tiere sind die zwei Kudus, welche von Hand aufgezogen wurden und nun in Hausnähe bleiben. Wieder ausgewildert sind sie nicht mehr richtig zahm aber eine Augenweide!

Beeindruckend fand ich das Fossilienmuseum in Fraserburg. Und wir denken immer, Deutschland ist eine fossilien-reiche Gegend! Auf einer Schaf-Ranch im Fraserburg-Bezirk wurden Dinosaurier-Spuren gefunden. Die Museums-Leiterin ist mit uns raus gefahren. Es ist wirklich interessant und faszinierend.

Das Wetter war absolut toll. In meinen beiden Urlauben (ich kam im Oktober 2002 wieder für drei Wochen) hatte ich keinen einzigen Regentag. Mit zwanzig Regentagen pro Jahr ist das eine Welt, die man sich in Deutschland eigentlich nicht so recht vorstellen kann.

Meine Anreise erfolgte beide Male vom Flughafen Kapstadt aus mit dem bequemen Greyhound Bus nach Victoria West. Die Transfer-Verbindung zum Busbahnhof klappt prima mit einem Shuttlebus.

 
Anreise
Je nach Ankunftszeit hat man die Möglichkeit, in Kapstadt zu bummeln. Das Reisegepäck kann man derweil bei der Bus-Gesellschaft günstig wegschließen lassen.

Von Victoria West wird man von Nicole mit dem Pick up abgeholt. Ob man nun die Farm in einen Südafrika-Rundtrip mit einplant oder die ganze Zeit dort bleibt, ist Geschmackssache. Ich liebe die Farm und für mich kommt nichts anderes in Frage, als dort zu bleiben, denn Action habe ich zu Hause genug.

Es ist toll, die artenreiche Tierwelt so nah zu sehen. Meerkatzen, Dazzies, Schildkröten und viele wunderschöne Vögel kreuzen den Weg. Ich genoss die drei Personen Hängematte für mich alleine und das abendliche Braaien, wie die Südafrikaner das Grillen nennen.

Raffles

Die Herzlichkeit der Menschen in der Karoo, der fossilien-reichsten Gegend Südafrikas, und ihre Hilfsbereitschaft stecken geradezu an.

Der Abschied fiel mir jedes Mal sehr schwer. Was ich mit nach Hause genommen habe von meinem Urlaub?
Jede Menge Erinnerungen, wunderschöne Fotos, das Biltong- und Rusk-Rezept (spezielle Wurst und Kekse aus Südafrika ), guten Reitunterricht, der mir auch zu Hause noch viel geholfen hat, und die Sehnsucht, nach Möglichkeit nun jedes Jahr wiederzukommen, in mein altes Zimmer am Ende des Ganges....

Ich kann nur sagen: Ebie und Nicole, macht weiter so! Ihr habt es geschafft etwas zu bieten, was nur ganz wenige Leute können. Nicole hat Spaß daran, Gäste aufzunehmen. Und mal wieder ein wenig deutsch quatschen zu können. Die Preise sind so günstig und decken hauptsächlich die Kosten und ermöglichen Nicole, auch Anschaffungen und Verbesserungen für die Gäste zu machen.

Nicole nimmt sich die Zeit, auf Wünsche einzugehen und den Aufenthalt zu etwas ganz besonderem zu machen!

Schaut es euch selbst an. Ihr werdet es nicht bereuen!
Monika

Sonnenuntergang

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