Peter auf der Red Willow Ranch, Canada (BC):

Ranchurlaub 2000

auf der Red Willow Ranch
bei Elke und Chris Hirsch in Canada


Am 14.Juni 2000 machten wir uns auf den Weg. Ziel Flughafen Frankfurt, um mit der BA über London nach Vancouver zu fliegen. Es war ein sehr ruhiger Flug und wir vermißten in Vancouver auch keine Koffer, wie so viele andere Kanada-Reisende. Im Landeanflug blickten wir auf die schneebedeckten 3000er der Coast Mountains.

Ankunft 18:30 Uhr Ortszeit.
Elke wartete schon am Flughafen mit einem Schild "RED WILLOW RANCH" und Cowboyhut. Am Cowboyhut haben wir sie aber schon von weitem erkannt. Es folgte eine mehrstündige beeindruckende Fahrt durch B.C. (Britisch Columbia) über den Cariboo Highway durch den Fraser Canyon. Da es bis ca. 22:00 Uhr hell war, konnte uns Elke vieles erläutern. Nachts um 1:00 Uhr kamen wir auf der Ranch an.

Am nächsten Morgen waren wir schon sehr früh wach und ich schaute vom Fenster aus zu, wie die Pferde von der Weide in den Paddock geholt wurden. Plötzlich um 8:00 Uhr erschallten Jagdhörner, so rufen Elke & Chris zum Essen. Ein leckeres Frühstück erwartete uns schon.
Nach dem Frühstück wurden die Pferde ausgesucht. Da ich schon Reiterfahrung, ein professionelles Outfit und eine große Klappe habe, bekam ich MAC zugewiesen. Ein Cow Horse mit viel Vorwärtsdrang. Arlene, zum ersten Mal auf dem Pferderücken, bekam KELI, eine Schimmelstute mit Araberblut. Die anderen Gäste, z.Zt. Doris, Karen und Ingo, hatten ihre Pferde schon ausgesucht. Da wir der Meinung sind, zum Reiten gehört auch der Umgang mit dem Pferd, sprich: putzen, satteln, trensen, machten wir unsere Pferde selber fertig. Jakob, ein Ranchhelfer, kontrollierte und korrigierte. Vor dem Abritt erklärte Chris, wenn neue Urlauber anwesend waren, mit kurzen Worten und Vorführungen die Westernreitweise und beantwortete weitergehende Fragen.

Alles klar! Schon ging's los. Der erste Ausritt und Chris führte die Gruppe an. Aber Chris kennt anscheinend nur zwei Gangarten beim Pferd, Schritt oder Galopp. Völlig unvorbereitet traf uns die Frage "Alles klar?" Dies sagte uns nichts und keiner antwortete. Und schon ging es los, im gestreckten Galopp, Arlene seit etwa 15 min auf dem Pferd. Sie kam gar nicht zum Nachdenken und überstand diese Attacke bravourös.
So lernten wir die ersten Wege der Ranch kennen. Bei immerhin etwa 500ha hatten wir dann noch viel zu tun, bevor wir uns außerhalb der Ranch bewegten. Wieder zu Hause, hatten wir Ruhepause und Chris machte sich ans Mittagessen. Wie morgens wieder lecker und reichlich. Nach dem Essen drängten wir sofort wieder zum Reiten.

Am nächsten Tag erwartete uns das erste Abenteuer.
Wir machten unseren Erkundungsgang mit Chris auf Wegen und Pfaden der Ranch, als ein Warnruf durch eine andere Gruppe Ranchgäste (Volker, Rene & Marvin) uns erreichte. Wir stoppten unsere Pferde, die beunruhigt schienen. Chris auf Savanna ritt zur anderen Gruppe hin. Ein Elchkälbchen hatte sich mit einem Bein im Zaun verfangen und die Elchkuh lief wild umher. Chris bemühte sich, das Kalb zu befreien. Wir hatten ein Tages-Gastpaar (Österreicher) dabei, totale Anfänger, da passierte es. Das Pferd des Mannes folgte Chris auf seinem Pferd im Galopp durch ein Wasserloch, das Pferd bis zum Bauch im Wasser. Da Chris Savanna in der Eile nicht richtig anbinden konnte, kam Savanna zu uns zurück, gefolgt von dem Österreicher im Galopp durchs Wasserloch. Auf der anderen Seite lief die Elchkuh wie wild hin und her und kam uns immer näher. Alle waren aufgeregt. Als ich Savanna festhalten wollte, kam der Österreicher hilfeschreiend auf mich zu und Savanna lief weg. Arlene, etwas abseits von der Truppe, damit beschäftigt KELI ruhig zu halten, konnte Savanna endlich festhalten. Chris befreite das Elchkalb und kam zu Fuß durch das Dickicht wieder zu uns. Der Rückweg war schrecklich, kaum zuckte das Pferd des Österreichers mit dem Ohr, schrie er um Hilfe. Ich glaube der steigt nie wieder auf ein Pferd.

Am Abend dieses ereignisreichen Tages fühlten wir uns so zugehörig, als ob wir schon wochenlang da wären. Ein gutes Zeichen der Erholung und familiären Atmosphäre. Dann ritten wir teilweise auch ohne Chris aus und erkundeten das Ranchgelände auf eigene Faust. Zwischendurch wechselten die Gäste, Arlene wechselte das Pferd, von KELI zu MONY, einer dunkelbraunen Stute, die etwa 5 Lenze zählte.

Dann beschlossen wir am 4. Tag, einen Tagesausritt zu machen. Morgens wurden Lunchpakete fertig gemacht und die Ranchcrew kam mit. Wir wollten an einem See picknicken. Auf dem Weg durch die Ranch haben sich Elke, Peter und Malajke vom Ende her abgesetzt und sind einen anderen Weg im vollen Galopp gegangen und habe nach einem Umweg die anderen überholt und auf sie gewartet. Da waren einige sauer, sie wären auch so gerne mitgaloppiert. Für die ganze Truppe war dies nicht möglich, da Anfänger dabei waren.
Wir verließen die Ranch am hinteren Ende und ritten durch verschiedenes Gelände, abgeholzte Flächen, Wald, Fahrwege und wieder Wald, Wald, Wald. Um den Weg etwas abzukürzen, mußten wir über einen alten Biberdamm reiten. Der Weg war sehr schlammig. Chris, Jürgen, Susanne und ich waren gut rüber gekommen. Dann kam Gerd auf BABE, der außer Longenstunden zu Hause noch nicht geritten war. BABE kam mit den Vorderbeinen nicht schnell genug aus dem Schlamm und der Schwung von hinten ließ sie auflaufen. BABE lies sich einfach, wie in Zeitlupe, auf die Seite fallen. Gerd, mit einem Arm im Wasser, konnte gerade noch sein Bein unter dem Pferd herausziehen und vermißte dann seinen Schuh.

Da lag BABE nun und zeigte keine Anstalten um aufzustehen. War sie verletzt? Das eine Hinterbein war unter dem Pferd und man konnte nichts erkennen im Schlamm. Kein Drücken und Ziehen half. BABE hatte den Kopf im Arm von Susanne und schien dies zu genießen, nur aufstehen wollte sie nicht. Da alles nicht half, ritt Elke zur nächsten Farm, um Bergungsgeräte zu organisieren. Leider war keiner da und sie mußte ohne Hilfe zurückkehren. Weitere Versuche zur Befreiung scheiterten. Plötzlich kam die Idee auf, MAUDE, das Kutschpferd zum Rausziehen zu Hilfe zu nehmen. Jürgen unterhöhlte BABE mit den Händen um ein Seil durchzuziehen. Mit verlängerten Anbindestricken wurde BABE am Sattelhorn von MAUDE angebunden. Es funktionierte, durch den Seilzug gezwungen, sprang BABE auf und lief hinter MAUDE her. Puh, geschafft, dank besonderem Engagement von Susanne und Jürgen.
Jetzt mußten die 4 Pferde, die schon drüben waren wieder überführt werden, da keiner mehr durchreiten wollte. Die ganze Aktion hatte über eine Stunde gedauert und allen Nerven gekostet, da keiner wußte, wie die Geschichte ausgeht.

Wir machten dann an Ort und Stelle unser Picknick, da keiner mehr Lust hatte, weiter zu reiten. Auf dem Heimweg wurde BABE abwechselnd geführt, da ihr Zustand aber sehr gut war, stieg dann Susanne auf (die leichteste im Team) und ritt sie nach Hause. Gerd nahm das Pferd von Susanne und kam gut auf der Ranch an. Ich dachte, der steigt nicht wieder auf ein Pferd, aber genau das Gegenteil passierte. Gerd und Yeannette verlängerten ihren Tagesaufenthalt auf den Rest ihres Urlaubes. Auch sie waren vom Red-Willow-Pferdevirus infiziert.

Wir waren nun ein tolles Team und erkundeten die Ranch in den nächsten Tagen gemeinsam, ohne Chris oder anderer Begleitung. Nur so lernt man alle Möglichkeiten kennen. Aber sollte man sich wirklich mal verirren, so läßt man am besten die Pferde nach dem Heimweg suchen, bei dem legen sie ohnehin einen Gang schneller ein. Wir können nur bestätigen, was u.a. auch schon Viola vom Winter berichtete: alle Pferde sind unglaublich trittsicher und zuverlässig!! Sogar in sturmgebeutelten Waldlichtungen, von Arlene liebevoll "Mikado-Creeks" genannt, kamen sie sicheren Schrittes durch sämtliche Stämme und Geäst und balancierten dazu noch mehr oder weniger geübte Reiter auf ihrem Rücken aus. Arlene hatte sich inzwischen zu Pferd Nr.3, Shylow, hochgearbeitet. Wegen seiner Größe eigentlich ein "Männer-Pferd ". Sie kam prima mit ihm zurecht und ritt ihn bis zum Ende des Urlaubs.

Das nächste Highlite stand an. Es war eine Reisegruppe (18 Leute + 2 Betreuer) angekommen. Sie waren für 4 Tage zum Erholen von den Reisestrapazen gekommen und hatten einmal Reiten im Preis. Am nächsten Morgen wurden 2 Gruppen gebildet, eine zum Vormittags-Reiten, eine für den Nachmittag. Da Chris neben Pferdearbeit auch das Kochen innehat und Elke Büro und Einkaufen, war wegen der Essens-Vorbereitungen für das Reiten mit der Vormittags-Gruppe sehr wenig Zeit. Da bot ich mich als Wrangler an, die Anfänger-Gruppe von 9 Leuten durch die Wildnis zu führen.
Ich voraus, Arlene und Doris als Schlußlichter zum "Einsammeln ". Wir gingen die Route 1, weil sie sehr eng ist und die Pferde nur hintereinander hergehen können und natürlich nur im Schritt. Obwohl es manchmal gejuckt hat, eine schnellere Gangart anzuschlagen. Aber es reichte schon für Unruhe, wenn Pferde die entstehenden Lücken im Trab schlossen. Alles in allem war es sehr lustig und schon fast in Ranch-Nähe stieg die erste vom Pferd ab und lief lieber heim. Konnte eigentlich keiner verstehen. Die Nachmittags-Gruppe wurde dann von Chris geführt und wir ritten wieder in allen Gangarten, Schritt und Galopp, durch das ach so weite Ranchgelände.


Zwischendurch ein Wort zu den Tieren auf der RED WILLOW RANCH:

Die Pferde
Zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes gab es 24 Pferde, darunter 1 Fohlen FELIX, ein Jährling LITTLE STAR (mein Favorit für die Zukunft). Der Rest der Pferde war eine gute Mischung für Anfänger und Könner. Sogar Tennesee Walker sind dabei, die die 4te Gangart können, den Walk.


Die Hunde
5 Hunde und 9 Welpen tummelten sich. Toby, der Golden Retriever (Vater aller Nachkommen). Asta die border Collie Hündin (unentbehrlich beim Pferde treiben), Fraggles, eine Münsterländer Hündin (ganz scharf auf die Kojoten). Max & Moritz, die Söhne von Toby und Asta etwa 10 Monate alt.
Einen Tag vor unserer Abreise wurden die Puppies abgeholt. Im letzten Moment entschieden sich Elke & Chris, doch noch, zwei davon zu behalten. Benjamin und Pancake.
Alle Hunde sind freundliche Artgenossen, die die Gäste freundlich wedelnd begrüßen und mehr oder weniger aufdringlich ihre Streicheleinheiten fordern.

3 Katzen, kaum zu sehen. Außer Kartoffelbrei... den schwarzen Kater trifft man öfters im Büro von Elke.

Rund um die Ranch jede Menge "Goofer" (Murmeltiere) die frech rumlungern und bei Gefahr grelle Pfiffe ausstoßen. Besonders wenn ihnen die Hunde auf den Fersen sind, aber flink verschwinden sie in ihren weitverzweigten unterirdischen Gängen. Ansonsten beobachteten wir " Deers " (Dammwild) auf dem Heufeld vor dem Ranchgebäude. Kojotengeheul mehr oder weniger nah, das Muhen der Kühe , wenn sich mal ein Kalb von seiner Mama entfernte. Besonders eindringlich zu hören, Kanadische Rotkehlchen in Amselgröße, in Kanada ist eben alles etwas größer...
Vom
Elchkalb mit Mutter (Moose) wurde schon berichtet. Schwarzbären waren da, zu Pferd haben wir einmal einen hinter dem Zaun gesehen, alle waren froh, wenn sie keinem begegneten.

Und dann kamen die Kühe.
Mit dem LKW angeliefert waren es insgesamt ca. 20 Kühe mit Kälbchen und ein Bulle. Sie kamen erst einmal auf die angrenzende Pferdeweide zum übernachten. Am nächsten Morgen konnten wir es kaum erwarten. Peter holte, vor dem Frühstück, wie von jetzt an jeden Morgen die Pferde von der Weide in den Paddock. Nach dem Frühstück ging es los, Pferde putzen, satteln, dann Einweisung von Chris, wie wir beim treiben vorgehen und wohin die Kühe getrieben werden. Und los ging's. Peter wurde im Galopp vorgeschickt, um das entsprechende Tor zu öffnen.
Dann wurden die Kühe erst mal zusammengetrieben, langsam kreisten wir die Herde ein, beim Kühe treiben darf keine Hektik aufkommen, sonst rennen alle auf und davon.

Eingekreist öffneten wir eine Seite, daß die Reiter ein U bildeten, mit der Öffnung in die Richtung in die die Kühe laufen sollten. Laut rufend "Move on ", "Heya ", ritten wir langsam weiter und die Kühe wichen nach der offenen Seite aus.
Die Frauen hinter der Herde, Chris und Peter jeweils rechts und links. Oft mußte man durch direktes anreiten einer Kuh verhindern, daß diese nicht ausbricht. Da ist man froh, wenn man MAC reitet. So trieben wir sie durch das offene Tor in den Wald und weiter auf den vorgesehenen Platz. Dann ging es nach Hause zum leckeren Lunch.

Nachmittags war Kutschfahrt angesagt. Wer wollte konnte mitfahren. Peter auf MAC und Ingo auf CHICCO machten lieber einen Ausritt und spielten Cowboy. Mit MISSY & MAUDE, den Gespannpferden, wurde die Fahrt ein bleibendes Erlebnis, zumal es an manchen Stellen nur in verwegenem Galopp weitergeht, da heißt es "Festhalten" oder "Fasten Seatbelts ". Da ist nicht nur bei den Pferden, sondern auch bei den Fahrgästen gute Kondition gefragt. Auch als wir glauben, die Kutsche müsse wenden, weil der Weg zu eng und unwirtlich wird, treibt Chris die Stuten aufmunternd an und wir durchfahren Baumschul-Gelände und erweisen uns als Schrecken aller Kiefernsetzlinge: Augen zu und drüber! Es macht einen Heidenspaß.

Der Troß der Ranchhunde begleitet uns hechelnd. Als es die letzte Steigung zur Ranch hochgeht, läuft es uns kalt den Rücken runter: Kojotengeheul aus nächster Nähe. Sofort wird angehalten und auf Anweisung von Elke und Chris werden Tobi, Asta, Fraggels, Max & Moritz mit auf den Kutschwagen gehoben und dann festgehalten. Sie sollen dem verlockendem Kojotengeheul nicht nachgeben und sich in den Hinterhalt locken lassen, wie es einmal einem Hund ergangen ist. Elke erzählt, daß die Kojoten sogar derart raffiniert ihre Stimmen verstellen können, daß sie wie Welpen klingen, die nach ihrer Mutter jammern.

Glücklicherweise kommen Mensch und Tier wohlbehalten auf der Red Willow an und wir freuen uns bereits auf Chris' Kochkünste zum baldigen Abendessen. Nicht nur Reiten macht müde und hungrig.

Am nächsten Tag begleiteten wir Elke & Chris bei ihrer wöchentlichen Großeinkaufstour nach Williams Lake. Die Fahrtzeit beträgt ca. 1,5 Stunden. Wir fuhren mit dem Doppelkabiner-Pickup, der 5 Leuten Platz bietet, aber trotzdem noch eine riesige Ladefläche hat. Die wurde auch dringend gebraucht .Wir starteten bei bedecktem Himmel und fuhren über Lone Butt, 93 MileHouse, 100 MileHouse, 108 MileHouse den Cariboo-Highway. Über Lac La Hache, an dem langgezogenen See "La Hache" durch den Province Park, eine herrliche Landschaft zieht vorüber und der Himmel reißt auf, die Sonne kommt hervor. Arlene erblickt auf einem Baum einen Weißkopfadler, für die anderen leider zu spät, schon vorbei.
Am Ortseingang von Williams Lake reihen sich die Fast Food Lokale aller Geschmacksrichtungen aneinander. "Was wollt ihr lieber essen" fragt uns Chris "Hamburger oder süße Cakes? ". Hamburger lautet die einhellige Meinung. Chris bringt uns zu A&W, einem MacDonalds Vorläufer, wie uns Firmenbilder aus den 50er Jahren im Inneren zeigen. Wir wählten Mama-Burger und Papa-Burger, Arlene traf mit dem angebotenem Rout-Bier eine fatale Entscheidung! Das Gebräu schmeckt wie verschärfter Almdudler, irgendwie nach Medizin mit Fußdeodorant! Eklig. Die anderen freuten sich bei ihrer Cola.
Derart gestärkt setzten uns Elke & Chris in der Innenstadt ab, sie wollen uns nach getanem Einkauf in 2,5 Stunden wieder aufpicken. Wir durchstöberten Jeansläden, die "saddlery ", Gift-Shops usw. Überall werden wir freundlich bedient und befragt woher wir kommen und ob wir wegen der "STAMPEDE" am kommenden Wochenende angereist seien. Alle Schaufenster, ja die ganze Stadt steht unter dem Motto "Williams Lake Stampede" 30.Juni bis 1.Juli 2000 ". Beim Einkauf gab's einen Ticket-Gutschein für die Vorführungen. Leider sitzen wir dann bereits im Flieger. Aber es wäre ein guter Grund mehr, erneut hierher zukommen wenn es Anfang Juli erneut heißt: Rodeo in Williams Lake.

In den Einkaufszentren fallen uns vermehrt Indianer auf, die meist einen ärmlichen Eindruck machen. Elke erklärte uns, das nahe Williams Lake ein größeres Indianerreservat liegt, deshalb das häufige Erscheinungsbild. Leider sind sie meist arbeitslos, alkoholabhängig und auch sonst nicht mehr als stolzes Volk anzuschauen. In den 50er Jahren hat man sie ihren Familien entzogen, zwangszivilisiert und ihrer Wurzeln beraubt. Auch heute ist es nur wenigen gelungen, sich zu integrieren. Ein trauriges Kapitel.

Einmal pro Woche bieten Elke & Chris für ihre Gäste Square Dance an. Als "Caller" reist Willie an. Er weist mit Engelsgeduld und Witz auch die unbegabtesten Tänzer ein. Da Peter ausgerechnet an diesem Abend mit Fieber & Schüttelfrost zu Bett lag (SquareDance-Allergie?) half Doris als Partner für Arlene aus. Mindestens 2 Stunden Spaß, Schweiß und gute Laune sind garantiert. Es konnten 3 Gruppen zu je 8 Paaren gebildet werden und gerade die "Nicht Perfektion" brachte gemeinsame Lacher. Zum Abschluß verteilte Willie Anstecker als Erinnerung. Beim nächsten mal war Peter auch dabei.


Nun Gut. Der Bericht ist jetzt, nach einer Woche schon so lang, wenn wir weiterberichten wird es noch ein Buch. Deshalb hören wir lieber auf. Wer etwas erleben will, soll selber nach Kanada reisen und die RED WILLOW Ranch besuchen.

Zum Schluß noch einen großen Dank an Elke & Chris für diesen wunderbaren Urlaub, mit Familienanschluß, und das super Essen, das Chris zwischendurch immer wieder zauberte, sowie die stimmungsvollen Barbecues. Ihren Teil zu dem gelungenem Urlaub haben auch die zu unserer Zeit anwesenden Gäste und Helfer der Ranch beigetragen.

Wir kommen wieder.
Peter & Arlene






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